Polizeigottesdienst und neue Phase des Einsatzes

Leider fehlen bei dem Video die letzten 2 Minuten der Rede. Unsere Technik gab bei den Temperaturen auf.

Mit einem Gottesdienst im Verpflegungszentrum der Polizei auf dem Parkplatz an der Osterfelderbahn wurde die Vorbereitungszeit zum G7 Gipfel abgeschlossen und die Hauptphase des Einsatzes eingeläutet. Die ökumenische Feier wurde von etwa 500 Polizisten, weiteren Einsatzkräften von THW und Rettungsdiensten sowie geladenen Gästen aus der Politik besucht. Dabei passte ein Satz, aus einem Gebet entlehnt, besonders für die kommenden zwei Wochen: „Schenk uns Durchsetzungskraft, bewahre uns aber vor Rücksichtslosigkeit“. Bezeichnend ist auch die Wahl der Lesung, die Seligpreisungen aus der Bergpredigt und das Motto unter dem der Gottesdienst stand: „Selig, die Frieden stiften“. Im Anschluss richtete der bayerische Staatsminister des Innern, Joachim Herrmann MdL das Wort an die Anwesenden. Er betonte die Schutzausrichtung des Polizeieinsatzes, den Schutz der Staatsgäste aber auch der Bevölkerung und nicht zuletzt des – er betonte dies – friedfertigen Demonstranten.

Damit gehen wir nun über zum aktuellen Status in der Region und was zum Ablauf bekannt ist.

Infrastruktur um die Elmau

Inzwischen sind mehrere Containerdörfer entstanden, vor allem Rettungszentren und Unterkünfte bzw. Büros für die Polizeikräfte. Anders als 2015 direkt in der Nähe des Hotels wurden nun keine Wiesenflächen mühsam abgetragen die später aufwändig wiederhergestellt werden müssen. Genutzt werden vorhandene Nutzflächen im Bereich von Gut Elmau und diverse Kiesgruben und Holzlagerplätze. Auch sonst halten sich die Eingriffe in Grenzen, an einigen Forststraßen gibt es kleine Ausweichflächen, meist nur wenig mehr als für ein normales Fahrzeug benötigt wird und insgesamt ohne erwartbare Auswirkungen auf die Natur. An schwer zugänglichen Stellen wie steilen Wiesenabschnitten, deren häufige Begehung nicht nur schädlich wäre sondern auch gefährlich, und nasse, schlammige Bereiche wurden an den wenigen notwendigen Stellen mit Holzstegen und einer Treppenkonstruktion versehen. Zur Sicherstellung der Energieversorgung kommen einige Aggregate unterschiedlichster Größe zu Einsatz, viele davon aus Beständen des technischen Hilfswerks. Ein nicht zu vernachlässigender Punkt dabei ist die Möglichkeit diese Stromerzeuger im Dauerbetrieb zu verwenden. Anlagen mit über 50kW Leistung werden zwar auch regelmäßig getestet, manches Problem fällt aber erst bei längerem Betrieb auf, und dafür gibt es sonst wenige Möglichkeiten.

 

Auch die Sicherheitsinfrastruktur ist nun fast komplett, sowohl bei der äußeren Grenze (Sicherheitsbereich 2) wie auch relativ nahe um Schloss Elmau mit dem Sicherheitsbereich 1. Dabei gibt es nur wenige Änderungen zum letzten Gipfel 2015, um den SB 1 ist der Zaun quasi komplett geschlossen, um SB 2 – unter Berücksichtigung der Wildtiere – dort wo er von der Polizei für notwendig erachtet wird. Wo und wo nicht ist hier nicht relevant, von Alternativen wie mehr eingesetzter Kräfte oder technischer Überwachung an diesen Stellen ist auszugehen. Bis auf einen Weg, einem steilen Steig der von einer Forststraße direkt zum Schloss führt (dort ist kein Durchlass im Zaun, inzwischen entsprechend Beschildert) sind bis zur Schließung der Sicherheitsbereiche weiter alle Wege offen.

Unsere Gäste namen es mit Humor.

im weiteren Umkreis

Nicht nur in der Elmau sondern auch in Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald und weiter werden Flächen für den G7 Gipfel beansprucht. In Garmisch-Partenkirchen ist schon seit längerem der Hausbergparkplatz gesperrt, das dort entstandene Internationale Medienzentrum nähert sich der Fertigstellung. Auf dem Parkplatz der Osterfelderbahn steht ein Versorgungszentrum der Polizei, ebenso sind im Olympia Eisstadion Polizeikräfte untergebracht und ein gemischtes Polizei und Justizzentrum im Olympiaskistadion am Kainzenbad. Das Kongresshaus ist stark gesichert und ein Lagezentrum welches auch von den Stäben des Landratsamtes genutzt wird ist in der Knabenrealschule entstanden. Etwas weiter nördlich ist der Flugplatz Pömmetsried zu einem polizeilichen Sicherheitsbereich geworden. Dort starten und landen bis zu acht Hubschrauber der Polizei und gleichzeitig ist er ein Ausweichlandeplatz für die Elmau wenn dort zum Beispiel wegen schlechten Wetters keine Bewegungen stattfinden können. Im grenznahen Bereich wurden mehrere Kontrollpunkte errichtet. Neben dem eher weniger frequentierten Grenzübergang Leutasch betrifft das vor allem Mittenwald Richtung Scharnitz und Grießen. Besonders an den Wochenenden und zu Stoßzeiten sollte man etwas mehr Zeit einkalkulieren. Auch auf vielen weiteren Parkplätzen gibt es bereits Sperrungen (Mittenwald Seinsalm und fast alle Haltebuchten an der B2 zwischen Scharnitz und Garmisch-Partenkirchen) oder sie kommen spätestens bis zur Schließung der Sicherheitsbereiche, so zum Beispiel der Wohnwagenstellplatz am Mittenwalder Bahnhof der ab 18.6. für Einsatzkräfte reserviert ist.

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