Reiterstaffel beim G7 Einsatz

Pferdestaffeln – wieder im G7 Einsatz 

Auch zu diesem G7 Gipfel sind wieder Reiterstaffeln im Gelände zwischen Garmisch-Partenkirchen, Krün und Mittenwald, sowie auch direkt im Elmauer Tal im Einsatz. Sie dienen dem Raumschutz und sind extrem geländegängig, was in unserer Gebirgslandschaft einen großen Vorteil darstellt. Zudem erleichtern die Pferde einen emphatischen Kontakt zu den Menschen aufzunehmen, eine gute Ausgangsbasis wenn im Gelände über Einschränkungen und Sperrbereiche aufgeklärt wird, erklären die berittenen Beamten. 
 
Bei Demonstrationen sollen die 42 Tiere voraussichtlich nicht zum Einsatz kommen, in der Vergangenheit wurden Reiter dort durchaus eingesetzt, auch unter einem psychologischen Aspekt, dabei aber eher einem Abschreckenden.
Reiter und Reiterinnen sind während des Einsatzes in der Nähe der auf mehrere Bauernhöfe verteilten Pferde untergebracht – ein enger Kontakt zwischen Roß und Reiter ist wichtig, auch außerhalb regulärer Dienstzeiten. Um die Reiterstaffeln sind viele weitere Personen gefragt. Vom Hufschmied über Tierärzte und natürlich die normale Stallarbeit, das alles muss geplant werden und wenn nötig rund um die Uhr bereitstehen. In die Planungen fließen auch Umwelt und Wetter ein, gerade an sehr heißen Tagen müssen auf kürzere Routen längere Erholungsphasen folgen, dabei aber auch das Einsatzziel erreicht werden.
Die enge Einbindung der Beamten in die Versorgung der Tiere und der langfristige Bezug hilft dabei auch frühzeitig Probleme oder Krankheiten zu erkennen und behandeln.
 
Geeignete Polizeipferde zu finden ist dabei nicht einfach. Die Anforderungen unterscheiden sich deutlich von Sportpferden und damit von den Zuchtzielen im kommerziellen Bereich. Eingesetzt werden aus der Erfahrung nur Wallache (kastrierte männliche Pferde) mit einem sehr ruhigem Gemüt. Da sich das Pferd als Arbeitstier nur in wenigen kleinen Nischen halten konnte, ist das Angebot auf dem Markt entsprechend klein. Dazu kommt dass nur einwandfreie Tiere die Ausbildung antreten können: neben einem geeigneten Charakter soll das Tier 5-6 Jahre alt sein, keine medizinischen Probleme haben und gehabt haben und bereits als Reittier etwas Erfahrung besitzen. Angestrebt wird dabei ein Stockmaß von 170cm, teilweise etwas darunter.
In der Ausbildung selbst müssen die Tiere dann an Reize gewöhnt werden die normalerweise ihren angeborenen Fluchttrieb auslösen würden. Dazu gehören akustische Reize wie Böller, Schüsse oder einfach das Gebrüll bei einem Fußballspiel, optische Reize wie Bengalos (hell brennende Feuerwerkskörper) oder geschwenkte Fahnen. Auch in solch stressigen Situationen müssen die Tiere immer gehorchen. Ein häufiger Ortswechsel im Einsatz ist ein Stressfaktor, selbst einfache Dinge wie die Annahme einer neuen Tränke dauert einige Zeit und ohne feste Bezugsperson wäre ein wiederholter Ortswechsel bei gleichzeitig vorhandener Einsatzbereitschaft kaum möglich.
Nach einer erfolgreichen Ausbildung als Polizeipferd folgt eine aktive Dienstzeit von 10 bis 15 Jahren und – wenn es die Gesundheit zulässt – noch eine Zeit als Schulungspferd.
 
 

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